Die Förderung durch die Überbrückungshilfe III jetzt auch für Marketing- und Digitalisierungsausgaben

Der Corona Lockdown ist jetzt schon im 6. Monat. Viele Hotels und andere Tourismusbetriebe kämpfen weiterhin mit starken Umsatzeinbußen und können ihre Kosten nicht mehr decken. Hierfür ist die staatliche Überbrückungshilfe eine willkommene Unterstützung. Zwischenzeitig waren die Antragsbedingungen für die dringend benötigte Förderung allerdings so gestaltet, dass diese Hilfe nicht allzu vielen Unternehmen zugutekam. In der Phase I wurde ein Umsatzrückgang von 60 % im Vergleich zum Referenzmonat 2019 gefordert. In der Phase II wurden die Antragsbedingungen bereits auf einen Umsatzrückgang von 30 % angepasst und dadurch wesentlich kulanter gestaltet.

Nun wird es für viele Unternehmen noch einfacher und umfassender, denn in der Phase III kommt die Förderung von Marketing und Digitalisierung dazu. Lesen Sie mehr über die Überbrückungshilfe III und ihre Förderung in diesem Blogbeitrag.

Darum geht es bei der staatlichen Förderung

Allgemein war und ist die Überbrückungshilfe dafür vorgesehen, Unternehmen zu unterstützen, die durch den Lockdown unter Schließungen und Umsatzeinbußen leiden. Dabei werden verschiedene Phasen bei der Überbrückungshilfe unterschieden. Seit der ersten Phase haben sich die Antragsbedingungen teilweise erheblich vereinfacht und ein immer größerer Kreis von Unternehmen kann die staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Vor allem jetzt, mit der Überbrückungshilfe III, können Sie in Marketing und Digitalisierungsmaßnahmen investieren. Das ist eine große Chance für viele Hotels und Gastronomiebetriebe.

Überbrückungshilfe I

Die erste Liquiditätshilfe von Juni bis August 2020 wurde kleinen und mittelständischen Unternehmen, die schließen mussten, unter bestimmten Bedingungen. gewährt. Dabei mussten die Unternehmen nachweisen können, dass sie einen Umsatzeinbruch von 60 % in April und Mai 2020 (Referenzmonat 2019) erlitten hatten. Außerdem gab es eine KMU-Schwelle. Zu guter Letzt waren bei Firmen mit bis zu 5 Beschäftigten maximal 9.000 Euro und bei bis zu 10 Beschäftigten maximal 15.000 Euro förderfähig. Die Fixkostenerstattung war auf 80 % gedeckelt, die Personalkostenpauschale auf 10 %.

Überbrückungshilfe II

Sie bringt bereits Erleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Statt der 60-prozentigen Umsatzeinbuße berechtigt nun ein Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum von April bis August 2020 zur Antragsstellung. Alternativ kann der Umsatzeinbruch auch durchschnittlich 30 % in den Monaten April bis August 2020 betragen. Zudem entfällt die KMU-Schwelle und der Fixkostenbetrag wird erhöht. Folgendermaßen staffelt sich die Fixkostenerstattung in der Phase II:

  • 90 % der Fixkosten (mehr als 70 % Umsatzeinbruch)
  • 60 % der Fixkosten (Umsatzeinbruch 50 % – 70 %)
  • 40 % der Fixkosten (Umsatzeinbruch 30 % bis 50 %)

Die Personalkostenpauschale erhöht sich auf 20 %, während der Förderhöchstbetrag 50.000 Euro pro Monat beträgt. Durch die Steigerung der Kleinbeihilfen auf 1,8 Millionen Euro pro Unternehmen (im Vergleich zu 800.000 Euro in Phase I) sollen noch mehr Unternehmen in die staatliche Förderung einbezogen werden.

Überbrückungshilfe III: Marketing- und Digitalisierungsaufwendungen sind jetzt dabei

In der dritten Phase der Überbrückungshilfe III erweitert sich der Kreis der anspruchsberechtigten Unternehmen durch erneut angepasste Antragsvoraussetzungen. Jetzt zahlt der Staat Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 % zwischen November 2020 und Juni 2021. Dabei sind mehr Fixkosten erstattungsfähig. So umfasst die Überbrückungshilfe III auch Marketing und Digitalisierungsausgaben mit.

Beispiele für geförderte Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen sind der Aufbau eines Onlineshops oder einer neuen Website. Auch die Eintrittskosten bei großen Plattformen fallen unter die staatliche Förderung. Hierfür werden einmalig bis zu 20.000 Euro gezahlt.

Der Anwendungsbereich der Überbrückungshilfe III erweitert sich auf größere Unternehmen mit bis zu 750 Millionen Euro Jahresumsatz. Unter anderem für Unternehmen der Hotellerie und der Gastronomie entfällt die Grenze ganz. Der Förderhöchstbetrag pro Monat erhöht sich von 50.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro, für Verbundunternehmen auf 3 Millionen Euro.

Fazit: Durch die Überbrückungshilfe III ergeben sich mehr Chancen für Hotellerie und Tourismus.

Nutzen Sie die Lockdown-Zeit, um in Hotel Marketing und Digitalisierung zu investieren. Die Förderung der Überbrückungshilfe Hotel Tourismus ist eine gute Gelegenheit, Ihr Unternehmen für die Zeit nach Corona zukunftsfähig zu machen.

Schreiben Sie uns! Unser Team berät Sie gern zu möglichen Maßnahmen. Verzichten Sie nicht darauf, Ihr Unternehmen durch diese staatliche Förderung weiter voranzubringen.